Die Methode der Personenorientierten Maltherapie ist eine eigenständige Form der Kunsttherapie und hiess bis vor kurzem noch Begleitetes Malen. Sie wurde von Bettina Egger entwickelt und wird am Institut für Humanistische Kunsttherapie in Zürich unterrichtet. Es ist wichtig zu wissen, dass man nicht krank sein muss, um ins Malen zu kommen. Die Methode eignet sich für Menschen, die sich gesund fühlen und für jene, die das gerade vermissen. Ebenso können Menschen in jedem Alter ins Malatelier kommen, also Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Senioren.

Es geht darum, dass die Malenden Bilder entstehen lassen, ohne vorher eine Idee für das Bild im Kopf zu haben. Die Malenden kommen durch langsames Malen in Kontakt mit dem Bild. Sie malen stehend, mit der Hand auf ein an der Wand aufgehängtes Blatt Papier. Sie benutzen sehr gute, qualitätsvolle Farben.

Dabei können Bilder entstehen, die ihnen Informationen über Unausgesprochenes vermitteln, Lösungen können direkt auf dem Bild gesucht und ausprobiert werden. Neue Erkenntnisse können allmählich Veränderungen im Alltag bewirken und sich positiv auf die Lebensqualität auswirken.

Die Malenden können durch die Methode lernen ihre Gefühle und Bedürfnisse (wieder) mehr wahrzunehmen. 

Die Methode eignet sich auch für Menschen, die vielleicht in erster Linie nicht sprechen möchten, sondern über das Malen mehr über sich selbst erfahren möchten.

Die Personenorientierte Maltherapie kann auch als ergänzende Therapie (z.B. bei psychischen Störungen) herangezogen werden.

 

Kindern, die ins Begleitete Malen kommen, wird ein geschützter Raum geboten, in dem sie malen können, wonach ihnen gerade ist. Es können freudige Dinge sein oder traurige oder Situationen, die sie wütend gemacht haben. Sie werden dabei nicht bewertet. Sie können zur Ruhe kommen und ihr Selbstwertgefühl kann gesteigert werden. Das Malen ist ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung eines Menschen.  Jeder kennt eigentlich gemalte Kinderbilder, auf denen sich die Wahrnehmung vom eigenen Ich und der Welt um diesen kleinen Menschen herum rasant verändert.

 

Ich bin als Begleiterin verständnisvoll dabei, biete einen schützenden Rahmen und unterstütze die Malenden bei ihrem Prozess. Die Bilder werden dabei weder interpretiert noch gedeutet.